Bürgermeister: „Die Verantwortung liegt allein beim Unternehmen“

Mit großem Unverständnis reagiert die Stadt auf die Mitteilung des Glasfaseranbieters Unsere Grüne Glasfaser (UGG), große Teile des ursprünglich angekündigten Glasfaserausbaus nicht umzusetzen. Nach Angaben des Unternehmens selbst erfolgt dieser Schritt aus wirtschaftlichen Gründen und aufgrund veränderter Marktbedingungen.

„Für die Stadt und die betroffenen Bürger – mich als Privatperson eingeschlossen – ist diese Entscheidung äußerst enttäuschend“, erklärt Olchings Erster Bürgermeister Maximilian Gigl.

„Über einen langen Zeitraum wurde der Eindruck vermittelt, dass ein umfassender Ausbau erfolgen wird. Viele Bürger haben auf diese Zusagen vertraut und ihre Entscheidungen entsprechend getroffen. Nun werden große Teile dieser Erwartungen enttäuscht.“

Die Stadt stellt unmissverständlich klar, dass die Entscheidung weder von der Kommune veranlasst noch beeinflusst wurde. Das Unternehmen hat den Rückzug eigenständig beschlossen. „Die Verantwortung für den Stopp des Ausbaus liegt ausschließlich beim Unternehmen. Die Stadt hat die Planungen stets konstruktiv begleitet und unterstützt. Umso unverständlicher ist der nun erfolgte Rückzug von den ursprünglichen Ausbauankündigungen“, so der Bürgermeister.

Besonders kritisch sieht die Stadt, dass zahlreiche Bürgerinnen und Bürger über Monate hinweg von einem Ausbau ihres Gebietes ausgehen konnten und nun erfahren müssen, dass dieser nicht stattfinden wird. Bereits geschlossene Internetverträge kommen nicht zur Anwendung. Dies führt zu erheblicher Verunsicherung und beschädigt das Vertrauen in die Verlässlichkeit privatwirtschaftlicher Ausbauzusagen.

Die Stadt erwartet von UGG einen offenen und transparenten Umgang mit den betroffenen Kunden sowie eine nachvollziehbare Kommunikation der Gründe für die Einstellung der Ausbaupläne. Ungeachtet dieser Entwicklung wird die Stadt weiterhin mit Nachdruck daran arbeiten, den Glasfaserausbau voranzubringen. Der Bedarf an einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur besteht unverändert fort.

„Der Rückzug eines Unternehmens darf nicht dazu führen, dass unsere Bürger dauerhaft von der digitalen Entwicklung abgehängt werden. Deshalb werden wir Gespräche mit anderen Anbietern führen und alle Möglichkeiten prüfen, um den Ausbau dennoch zu realisieren“, betont Bürgermeister Gigl.

Hierbei kommen andere Netzbetreiber wie etwa die Telekom in Betracht. Die Stadt wird die Öffentlichkeit über weitere Schritte informieren.