02.08.2022

Neue Holzskulptur „Athene“ bewacht jetzt das KOM

Für den Außenbereich des KOM hat die renommierte Holzbildhauerin Christine Kellerer im Auftrag der Stadt Olching eine überlebensgroße Skulptur der griechischen Göttin Athene kreiert. Der Göttin der Weisheit, der Strategie und des Kampfes, der Kunst und des Handwerks gab man in Olching den Titel „Athene – Kämpferin für die Kunst“. 

 

Christine Kellerer ist seit über 25 Jahren künstlerisch tätig, erhielt bei diversen Bildhauern wie zum Beispiel Thomas Link Unterricht und beteiligte sich an zahlreichen Gemeinschaftsausstellungen – so auch im KOM im Jahr 2013, 2016 und 2017. 2017 wurde die Bildhauerin, die in Petzenhausen lebt und auch als Malerin arbeitet, mit dem Kunstpreis des Landkreises Fürstenfeldbruck ausgezeichnet.

 

Im Garten hinter dem KOM-Gebäude fand jetzt im Beisein der Künstlerin, des Bürgermeisters und des Kulturreferenten Ewald Zachmann die Einweihung der neuen Skulptur statt. In seiner Rede vor den geladenen Gästen ging Bürgermeister Magg auf die Bedeutung des Namens „Athene – Kämpferin für die Kunst“ ein: „Für Kunst und Kultur muss gekämpft werden – das hat sich während der letzten zwei Jahre bedingt durch das Coronavirus wieder erschreckend deutlich gezeigt. Museen, Theater, Konzerthäuser waren mit am stärksten und vor allem am längsten von den Einschränkungen betroffen. Freie Kulturschaffende mussten um ihre Existenzen bangen. Athene fungiert am KOM auch als Wächterin über das Gebäude, sie ist auch Schirmherrin der Künstler, Handwerker und der Wissenschaften.“

 

Athene mit Gästen richtigrum

Künstlerin Christine Kellerer, Archivleiterin Angelika Steer, Bürgermeister Andreas Magg bei der Einweihung der Skulptur

 

Informationen zum Kunstwerk:

Ursprünglich war eine 1,60 m große Holzskulptur geplant, aber als Frau Kellerer ihren Baum-  stamm bearbeitete, konnte sie aufgrund der wunderbaren Beschaffenheit des Holzes die imposante Höhe von 2.70 m herausarbeiten. Das Gewicht beträgt geschätzt wohl an die 700 kg.

 

In Verbindung zur mythologischen Göttin Athene hat Frau Kellerer für ihre Figur Walnussholz verwendet: Eine sehr robuste Holzart und ein Edelholz. Bei den Griechen und Römern galten die Früchte des Baumes als Götterspeise.

 

Athene wurde mit ihren Attributen Helm, Schild uns Speer dargestellt. Sowie mit ihrer Begleiterin der Eule, das Symbol der Weisheit und Wappentier von Athen. 

Auf ihrem Schild ist in der Mythologie das Haupt der Medusa abgebildet. Bei Kellerers Figur ergab sich durch die zufällig genau passende Maserung des Holzes die Andeutung einer Abbildung auf dem Schild von selbst.

 

Kellerers Athene ist gegenständlich, obschon eine rein realistische Darstellung doch zu einfach gewesen wäre. Durch die überlangen Arme wird die Betonung auf den Kampf gelegt. Zum Vergleich: Bereits Michelangelos berühmter David hat übergroße Hände - mit diesen Händen tötete er mit Hilfe der Steinschleuder den Riesen Goliath. Die Kämpferin Athene hat bereits einige Wunden davongetragen – am Handgelenk ist ein breiter Riss, im Körper sind Schrunden und kleine Verletzungen zu erkennen. Doch sie steht selbstsicher und fest auf dem Boden.

 

Die „feindlichen Angriffe“ durch einen Specht, der seine Nahrungssuche an der Statue schon aufgenommen hatte und vom Veranstaltungstechniker und Hausmeister vertrieben wurde, sowie der Besuch einer Schnecke, die mitsamt ihrem Haus im Auge der Eule andockte und der Figur das Aussehen der Schlange Kaa aus dem Dschungelbuch verlieh, bezeugen, wie gut sich die „Athene“ in die Umgebung einfügt hat und als deren natürlicher Bestandteil angenommen wurde.

 

Athene mit Kulturreferent

Athene mit den geladenen Gästen. Links im Bild: Kulturreferent Ewald Zachmann

 

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