Titel „Fairtrade-Stadt“ erneuern – eine Aufgabe für Alle

Olchings Auszeichnung zur Fairtrade-Stadt war nicht das Ziel, sondern der Startschuss für weiterführendes Engagement. Die Titelerneuerung als Fairtrade-Stadt steht alle zwei Jahre an. Für eine positive Prüfung der Titelerneuerung müssen die fünf Kriterien der Fairtrade-Stadt-Kampagne fortwährend erfüllt sein.

Städte und Gemeinden spielen eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung der im September 2016 verabschiedeten Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDG) der Vereinten Nationen. Weltweit sind sie dazu aufgefordert, daran mitzuwirken und ihre soziale Verantwortung wahrzunehmen. In Olching können wir zusammen mit der aktiven Steuerungsgruppe der Stadt tolle Ideen zum fairen Handel umsetzen und zum weiteren Erfolg des fairen Handels beitragen. Aber ohne die Mitwirkung der BürgerInnen und der Geschäftswelt wird Fairer Handel nicht seine volle Wirkung entfalten.

Die Zahl der Fairtrade-Städte wächst stetig und trifft auf immer mehr Engagement und Unterstützung in aller Welt. Olching als eine von über 500 Fairtrade-Kommunen in Deutschland hat alle Vorrausetzungen und Möglichkeiten einer erfolgreichen Fairtrade-Stadt. Stadtrat, Stadtverwaltung, Wirtschaft und BürgerInnen von Olching sind gefordert, ihr Potential noch mehr einzusetzen. Wir in Olching wollen nicht nur halbe Sachen machen.

Wenn von Bekämpfung von Armut, Beseitigung von Hunger oder auch ungerechten Strukturen im Handel die Rede ist, dann hat man oft das Gefühl: „Der Einzelne allein kann da ja nichts machen.“ Doch das ist falsch. Beim Fairen Handel kommt es gerade auf jeden Einzelnen an. Und der Faire Handel bietet auch jedem Einzelnen die Möglichkeit, etwas Sinnvolles zu tun – für die Produzenten im Süden, für die Umwelt, für eine nachhaltige Wirtschaft und nicht zuletzt für die eigene Gesundheit und den guten Geschmack. Fairtrade macht ein klares Angebot, das es VerbraucherInnen ermöglicht, sich für nachhaltige Produkte zu entscheiden und das den hier beteiligten Unternehmen erlaubt, ihr ethisches Engagement effektiver zu sichtbar zu machen.

Inwiefern fördert Fairtrade Nachhaltigkeit in Konsum und Produktion? Nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion setzen voraus, dass Strategien und Marktstrukturen gefördert werden, die soziale Integration und wirtschaftliches Wohl innerhalb der Grenzen unseres gesamten Planeten begünstigen. Eine nachhaltige Handelspolitik berücksichtigt Gerechtigkeit und Schutz für die am stärksten benachteiligten Produzenten/-innen. Fairtrade verbindet eine soziale Bewegung mit einem nachhaltigen Geschäftsmodell. Die Fairtrade-Standards stellen sicher, dass Agrarbetriebe umweltfreundliche Methoden anwenden. Fortbildungen verbessern das Know-how über nachhaltige Landwirtschaft, ökologische Anbauverfahren und ressourcenschonende Steigerung von Produktivität und Erträgen.

Die Agenda 21 Olching hat initiiert, dass Olching Fairtrade-Stadt werden sollte. Nun soll der verliehene Titel auch bestätigt werden. Der „Arbeitskreis Fairtrade" will den erreichten Titel auf die breitere Basis der SDG stellen. Olchings Fairtrade-Superheld "OliFair“ braucht Verstärkung. Helfen Sie ihm, noch mehr BürgerInnen und Betriebe für fairen Handel in Olching zu gewinnen. Werden Sie Aktive(r) im Arbeitskreis Fairtrade. Informationen erhalten Sie bei Agenda 21 Olching, Peter Wehrle Tel. 08142-4103767 oder Mail a21sprecherteam@-olching@web.de.

Peter Wehrle
Arbeitskreis Fairtrade
Olching 22. Januar 2018

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