Fairer Handel beim Marktsonntag

Fairer Handel am Marktsonntag

Die evangelische und die katholische Kirchengemeinde in Olching haben beim Marktsonntag am 08. Mai gemeinsam mit BRUCKER LAND und Agenda 21 Olching die erste Aktion im Rahmen der Kampagne FAIRTRADE-TOWN OLCHING erfolgreich gestaltet: den Info- und Verkaufsstand Fairer Handel.

Am Stand haben die Betreiber zusätzlich zu den eigentlichen FAIRTRADE-Produkten mit dem bekannten Siegel auch Produkte von BRUCKER LAND präsentiert und verkostet. Ein besonderer Clou war das Angebot zweier Schülerinnen des Olchinger Gymnasiums. Sie boten Kostproben aus fair gehandelten Zutaten selbst hergestellter Schokolade.

Warum Fairtrade zusammen mit BRUCKER LAND? Bäuerinnen und Bauern auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Lebensmittelangebot vorfinden. 70 Prozent der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen kleinen und mittleren Landwirten angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle fu?r Haushalte in ländlichen Gebieten, 40 Prozent der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt. Dass Bauern von ihrer Arbeit nicht leben können, ist längst kein Phänomen mehr, das allein die Südhalbkugel betrifft. Um über die Runden zu kommen, bräuchte ein Milchbauer in Deutschland etwa 40 Cent pro Liter. Derzeit bekommt er jedoch nur 26,5 bis 31 Cent.

Die Kunden fragen sich, ob sie diese ungerechte Behandlung der Erzeuger in der Landwirtschaft etwas angeht und ob sie etwas dagegen tun können und auch ob sie bereit sind, für Veränderungen mehr Geld auszugeben. Viele erkennen die Zusammenhänge und antworten mit ja. Sie kaufen zunehmend fair gehandelte Produkte. Waren mit Fairness-Siegel verdoppelten ihren Umsatz in nur drei Jahren. 78 % entfallen auf Produkte mit dem Logo von FAIRTRADE, dem man laut Stiftung Warentest (Mai 2016) besonders vertrauen kann. Die Stadt Olching unterstützt die Ziele von Fairtrade mit der Kampagne FAIRTRADESTADT OLCHING. Die Kirchengemeinden, die Agenda21 Olching machen mit. Einzelhandel, Gastronomie, Schulen, Vereine und vor allem Bürgerinnen und Bürger tragen durch ihre Teilnahme erst zum Erfolg bei.

Eine der häufigsten Fragen: Welcher Teil des Preises, den wir für Fairtrade-Produkte bezahlen, geht an die Produzenten?

TransFair hat keinen Einfluss auf die Preisgestaltung im Verkaufsregal. Was Fairtrade festlegt und die Produzenten erreicht, sind der Fairtrade-Mindestpreis und die Fairtrade-Prämie – immer gleich, unabhängig davon, wo und zu welchem Preis ein Produkt letztlich an die Konsumenten verkauft wird. Tabelle mit Mindestpreisen und Fairtrade-Prämien siehe Website von Fairtrade International: Mindestpreise / Fairtrade-Prämie von Fairtrade International (engl.)

drucken nach oben