Olching kann es: Fairtrade-Stadt werden

Fairtrade

Olching erfüllt schon am Start einen Teil der fünf Kriterien einer Fairtrade-Stadt. In der ersten Informationsveranstaltung der Stadt und Steuerungsgruppe „Olching auf dem Weg zur Fairtrade-Stadt“ hat der Erste Bürgermeister und Schirmherr berichtet: Kriterium 1 erfüllt! Der Stadtrat hat einstimmig beschlossen Fairtrade-Stadt werden zu wollen. Im Bürgermeisterbüro, bei Sitzungen des Stadtrates, bei Besprechungen und anderen Treffen im Rathaus werden Fairtrade-Kaffee und -Säfte ausgegeben. Bei der Vergabe öffentlicher Aufträge soll „Faire Beschaffung“ eine stärkere Rolle spielen. Kriterium 2 ist fast erfüllt. Eine Steuerungsgruppe ist eingerichtet und hat die Arbeit aufgenommen. Sie koordiniert die Aktivitäten vor Ort, ist die treibende Kraft und dient der Vernetzung innerhalb der Stadt. Sie besteht aus derzeit fünf Personen aus den Bereichen Politik, Zivilgesellschaft, Agenda 21 Olching und Stadtverwaltung. Sie wird um Akteure aus weiteren Bereichen verstärkt werden, z.B. aus Schulen, Vereinen oder kirchlichen Einrichtungen. Die Organisation steht soweit. Jetzt geht es um die eigentlichen Akteure, den entscheidenden Mitwirkenden zur Erfüllung der Hauptkriterien drei und vier: Einzelhandel und Gastronomiebetriebe, öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen als Dienstleister und die Bürgerinnen und Bürger als Konsumenten. Sie alle waren zur Informationsveranstaltung eingeladen, denn sie ziehen mit der Stadt am selben Strang. Sehr am Herzen lag Bürgermeister Magg der Hinweis: „Die Stadt kann das Ziel nicht alleine erreichen – die Stadtgemeinschaft muss auf möglichst breiter Basis mitwirken.“

Gastronomen und Einzelhändler, die Fairtrade-Produkte anbieten, kommen der steigenden Nachfrage der Kundinnen und Kunden nach. Sie können sich durch ihr soziales Engagement aber auch von anderen Anbietern abheben, damit werben und gezielt diese Konsumentengruppe ansprechen. Dies trägt zu einem Imagetransfer bei und dokumentiert die Integration in die Stadtgemeinschaft. In Handel und Gastronomie werden noch mehr Betriebe gesucht, die mitmachen.

Grundsätzlich gilt, dass die Kampagne Fairtrade-Towns offen ist für andere Akteure des Fairen Handels. Anerkannt sind daher alle Mitglieder der World Fair Trade Organization WFTO (z.B. dwp, El puente, Gepa) sowie alle Weltladen-Lieferanten, die der Konvention der Weltläden gerecht werden (z.B.: adepa, Aprosas, Arte Indio, BanaFair, Contigo, Fairkauf, Globo und Regenwaldladen). Die dort aufgeführten Siegel, Eigenmarken bzw. Lieferanten werden der Definition des Fairen Handels gerecht.

Unter dem Oberbegriff Zivilgesellschaft sollen Produkte aus Fairem Handel in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen verwendet werden. Darüber hinaus sollen Bildungsaktivitäten zum Thema Fairer Handel zu mehr Kenntnis und Problembewusstsein führen. Die Themen Fairer Handel und nachhaltiger Konsum liegen im Trend. Die Bekanntheit von Fairtrade nimmt Jahr für Jahr zu und die Nachfrage der Verbraucherinnen und Verbraucher steigt kontinuierlich an. Im Jahr 2012 wurden in Deutschland Fairtrade-gesiegelte Produkte im Wert von 533 Millionen Euro gekauft - ein Plus zum Vorjahr von 33 Prozent. Die Kirchen sind schon seit Jahren dabei, wollen aber verstärkt aktiv werden. Aus dem Bereich der Schulen haben sich zwei Schülerinnen gemeldet, die Schokolade aus Fairtrade-Zutaten herstellen wollen. Auch einzelne Vereine haben bereits Interesse, aber noch keine konkreten Betätigungsfelder verlauten lassen. Die Kirchen, Schulen und Vereine sind Olchings Stärke - zeigen Sie es.

Für Kriterium 5 „Medien“ gilt, wie die Kampagne thematisiert wird. Hierbei zählen nicht nur Printmedien, sondern auch die Veröffentlichung von Online-Artikeln. Hier sind wir auf dem besten Wege. Mit Presse- oder Online-Beiträgen kann jede(r) aktiv werden.

Olching sein heißt „gemeinsam Stadt sein!“

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