Gute Gründe, gemeinsam Fairtrade-Stadt zu werden

Fairtrade Stadt Ortsschild

Fairer Handel gewinnt stark an Bedeutung. Innerhalb von 10 Jahren hat sich der Umsatz von Waren mit dem Fairtrade-Siegel verzehnfacht. Die EU, die Bundesregierung, der deutsche Rat für nachhaltige Entwicklung, die Kirchen, Verbraucherinitiativen und viele andere Organisationen unterstützen und fördern Fairen Handel. Warum sollte sich Olching von dieser Entwicklung fern halten?

Es gibt keinen vernünftigen Grund, zumal die mit Fairtrade verbundene Idee aus den Anfängen inhaltlich und räumlich weiterentwickelt wurde. Sollte durch fairen Handel ursprünglich den Produzenten in Entwicklungsländern über faire Handelsbeziehungen Zugang zu den Märkten des Nordens ermöglicht werden und damit die Lebensbedingungen der Arbeiter im Süden verbessert werden, so wird heute der Aufbau und Betrieb fairer Lieferketten weltweit angestrebt.

Ganz im Sinne der Agenda 21 und der neuen Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung vom September 2015 werden den sozialen und wirtschaftlichen und ökologischen Aspekten gleiche Bedeutung zugemessen. Dazu zählt die Überwindung der Ungleichheit zwischen und in den Ländern und besonders nachhaltige Produktion, fairer Welthandel und nachhaltiger Konsum. Fairtrade weiterhin optimieren und dazu die neueren Entwicklungen überall, auch in Bayern, durchsetzen – das ist Fairer Handel.

Fairtrade-Städte unterstützen den traditionellen Fairtrade ebenso wie die Anwendung auf die heimische Wirtschaft und Arbeitswelt. Ein Beispiel dafür ist „Naturland“, das mit weltweit verbindlichen Sozialstandards auch die Bauern im Norden einbezieht und dort ökologische Landwirtschaft und Vertrieb zertifiziert.

 

So funktioniert Fairer Handel:

  • Fairer Handel(n) wirkt. Der Faire Handel ist ein wirkungsvolles Instrument der Armutsbekämpfung und der damit verbundenen Ungerechtigkeiten.
  • Faire Partnerschaft hilft Allen. Verbraucherinnen und Verbraucher entscheiden sich für qualitativ hochwertige und fair gehandelte Produkte. Damit sichern sie Kleinbauernfamilien faire Preise und langfristige Handelsbeziehungen.
  • Bessere Arbeitsbedingungen, selbstbestimmte Zukunft werden erreicht. Die Zahlung der Fairtrade-Prämie für Soziales, Infrastruktur und Bildung ermöglicht z. B. den Bau von Schulen und Gesundheitszentren.
  • Verbot von ausbeuterischer Kinderarbeit wird realisiert. Kindern wird der Schulbesuch und damit eine emanzipierte Lebensgestaltung ermöglicht.
  • Fair zur Natur gehört dazu. Umweltschonende Anbaumethoden werden besonders gefördert.

 

Zertifizierung als Fairtrade-Stadt: Der Hauptausschuß des Stadtrates von Olching hat beschlossen, sich um die Zertifizierung als Fairtrade-Stadt zu bewerben und damit dieser globalen Verantwortung gerecht zu werden. Die ganze Stadt ist aufgefordert, zur Verwirklichung der Ziele der Fairtrade-Bewegung und zur Auszeichnung der Stadt beizutragen: die Stadt selbst, Kirchen, Schulen, Vereine, Gastronomie und auch Betriebe z.B. in der Beschaffung und im Vertrieb. Jede direkte und indirekte Unterstützung entfaltet Wirkung. Die stärkste Triebfeder für weiteres Wachstum ist die Nachfrage nach Leistungen und Produkten, die den Fairtrade-Standards entsprechen.

Unter der Schirmherrschaft des Ersten Bürgermeisters, Herrn Magg, wurde die geforderte Steuerungsgruppe eingerichtet. Sieben Mitglieder aus verschiedensten Bereichen unserer Stadt sollen die einzelnen Aktivitäten steuern. Sprecher der Steuerungsgruppe ist Herr Alfred Münch, Sprecherin der Kommune ist Frau Julia Henderichs.

Für Bürgerinnen und Bürger als Person oder als Vertreter der verschiedenen Organisationen und Gruppen, machen Sie jetzt mit, www.fairtrade-towns.de:

 

Fairtrade town Banner

 

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