Kinderhaus an der Wendelsteinstraße

Skizze Kinderhaus Wendelsteinstraße

[28.06.2013] - Der Bau des neuen Kinderhauses an der Wendelsteinstraße sorgte in den letzten Wochen unter den Anwohnern für starke Bedenken hinsichtlich der Parksituation sowie des zu erwartenden Verkehrsaufkommens. Ein produktives Informationsgespräch vor Ort führte Mitte letzten Monats zur Evaluation dieser sowie zur Überprüfung der vorhandenen Möglichkeiten. Nach intensiver Auseinandersetzung mit verschiedenen Vorschlägen kann nun der Situation vor Ort weitestgehend Rechnung getragen und eine tragfähige Lösung umgesetzt werden.

 

Am Ende der Wendelsteinstraße wird eine großzügige Wendeschleife errichtet, die ein reibungsloses ein-, ausparken und wenden ermöglicht. Zusätzlich bestehen Haltemöglichkeiten für Eltern, die ihre Kinder nur aussteigen lassen. Hinzuweisen ist auch darauf, dass durch diese Planung mehr als doppelt so viele Stellplätze, wie in den gesetzlichen Vorgaben vorgesehen, geschaffen werden.

 

Die Wendelsteinstraße ist dann grundsätzlich in der Lage diesen zusätzlichen Verkehr aufzunehmen. Da sich die Bringzeit der Krippen- und Kindergartenkinder morgens über einen Zeitraum von ca. zwei Stunden und die Abholzeit am Nachmittag sogar über fünf Stunden erstreckt, verteilt sich das zusätzliche Verkehrsaufkommen entsprechend. Erfahrungsgemäß werden rund 20% der Krippen- und Kindergartenkinder zu Fuß oder mit dem Rad gebracht und die Hortkinder kommen in den Mittagsstunden ohnehin eigenständig zu Fuß oder mit dem Fahrrad und stellen damit keine weitere Verkehrsbelastung dar.

Tatsächlich dürfte die Verkehrsbelastung nochmals geringer ausfallen, da die Kundenparkplätze der Firmen Aldi und Rewe, welche sich in unmittelbarer Nähe befinden, mitbenutzt werden können und dies, gerade für Eltern die weiter in Richtung Roggensteiner Straße und Münchner Straße unterwegs sind, eine attraktive Alternative darstellt.

 

Die Möglichkeit einer Anbindung an die Johann-G.-Gutenberg-Straße bzw. der Verbreiterung des Fahrradweges wird derzeit noch überprüft. In jedem Fall würde diese Option Kosten in Höhe von mehreren Hunderttausend Euros verursachen, da Grunderwerb, Geländeanpassungen und Straßenbau notwendig wären. Will man den möglichen Durchgangsverkehr aufgrund der dann bestehenden direkten Verbindung von der Johann-G.-Gutenberg-Straße zur Ordenslandstraße über die Wendelsteinstraße verhindern, müsste die Zufahrt zur Wendeanlage von der Wendelsteinstraße aus verschlossen werden. Nichtsdestotrotz muss mit Hol- und Bringverkehr von der Wendelsteinstraße gerechnet werden, selbst wenn die „offizielle Zufahrt" über die Johann-G.-Gutenberg-Straße verläuft. Durch diese Lösung würde die von den Anwohner befürchteten Verkehrsprobleme in der Wendelsteinstraße in jedem Fall einstellen und nicht verhinderbar sein.

 

Der Standort Wendelsteinstraße liegt angrenzend zu einem Wohngebiet und somit in einem Bereich in dem der Bedarf an Betreuungsplätzen auch zukünftig anfallen wird. Zudem besteht die berechtigte Hoffnung, dass durch die günstige Lage im Stadtgebiet und die gute Anbindung durch Fuß- und Radwege das Holen und Bringen zu Fuß oder per Rad attraktiv ist.

 

Ein weiterer Wunsch der Anlieger wurde ebenfalls aufgegriffen. Im Bereich der Außenspielfläche wird in Richtung der Wohnbebauung ein Hügel aufgeschüttet, der für eine gewisse Trennung zwischen der Wohnbebauung und dem Außenspielbereich sorgen wird.

 

Abschließend bittet der Bürgermeister bei aller Nachvollziehbarkeit für die gewissen Beeinträchtigungen der unmittelbaren Anlieger nun um Verständnis, das aufgrund des hohen Bedarfs an Kindertagesstättenplätze im Sinne der Eltern und der Kinder der rechtskräftige Bebauungsplan umgesetzt werden muss. „Wir haben mit dieser nun vorliegenden Gesamtplanung versucht, alle Interessen möglichst zu berücksichtigen. Und ich meine, dass dies auch weitestgehend gelungen ist".

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