Olchings einziger lebender Ehrenbürger feiert 80. Geburtstag

[08.03.2013] - Pfarrer Josef Aicher arbeitet seit über 30 Jahren als Missionar im Urwald des Kongo

 

"Olching ist stolz auf seinen Ehrenbürger Pfarrer Josef Aicher", so der Olchinger Bürgermeister Andreas Magg. Am 4. März feierte der Missionar seinen 80. Geburtstag bei seiner Pfarrgemeinde inmitten des Regenwalds im Kongo. Obwohl er dort seit über 30 Jahren lebt, hat er Olching nie vergessen, wo er elf Jahre lang Kaplan war. Auch die Olchinger haben ihn nicht vergessen. Spricht man in Olching von dem "Kaplan", dann weiß jeder wer gemeint ist, nämlich Josef Aicher.


Seine Projekte werden von vielen Menschen aus der Stadt unterstützt. Seit dem Bürgerkrieg im Kongo sind dort alle Straßen zerstört. Toni Aicher, der Bruder des Pfarrers, ist gelernter Entwicklungshelfer. Es gelang ihm, mithilfe der Spenden aus Olching 180 km Dschungelpiste wieder befahrbar zu machen. Denn nur mit vorhandenen Verkehrswegen können die Bauern ihre Agrarprodukte absetzen. Auch für Pfarrer Josef Aicher war dies wichtig. Bisher musste er den Weg von der Landepiste zu seiner Missionsstation mit dem Fahrrad zurücklegen. Dies bewältigt er auch in seinem Alter noch ohne Probleme, aber mit dem Auto zu fahren ist einfacher. Zudem ist man nun in der Lage, Kranke deutlich schneller ins nächste
Krankenhaus zu bringen.


Laut Bürgermeister Andreas Magg ist Pfarrer Josef Aicher ein engagierter Wohltäter für die Menschen. Ganz in der Tradition anderer großer Helfer, wie beispielsweise Albert Schweitzer.


Sein Meisterstück gelang Josef Aicher im Jahr 2007. Eine halbe Million Hektar Regenwald sollte abgeholzt werden. Dieses Gebiet betraf vor allem seine Pfarrei, die etwa einen Radius von 100 Kilometer hat. Durch sein Engagement, das Engagement vieler Menschen im Kongo, in Salzburg und Oberbayern und letztlich das kraftvolle Eintreten der Bundeskanzlerin Angela Merkel konnte der Regenwald gerettet werden. Dies ist ein einmaliger Vorgang. Der Kommentar von Josef Aicher dazu war: "Es ist meine Pflicht als Priester, mich für die Menschen und die Schöpfung Gottes einzusetzen. Der Herrgott hat mich für diese Aufgabe ausgewählt, darum mache ich es."


Die Aufgaben von Pfarrer Josef Aicher gehen weit über die eines Seelsorgers hinaus. So baut er selbst Schulen und unterstützt die unentgeltlich arbeitenden Lehrer und Katecheten. Er fördert Schreinerwerkstätten und Näh- und Hauswirtschaftsschulen. Beim Aufbau bescheidener Existenzen unterstützt er seine Leute mit Rat und Tat. Er kümmert sich auch um den Zustand der Straßen und Brücken, um diese befahrbar zu halten.


Selbstverständlich setzt sich Pfarrer Josef Aicher auch ganz aktiv für die Menschenrechte ein. Beim Umsturz im Kongo ließ er sich erst in allerletzter Minute ausfliegen. Zusätzlich war er der erste, der wieder in sein Missionsgebiet zurückgekehrt ist und seine Arbeit trotz schwierigster Bedingungen wieder aufgenommen hat.


Geradezu unverzichtbar ist der Einsatz von Josef Aicher für die kranken Menschen vor Ort. Neben der Versorgung in den eigenen Krankenstationen ist oft ein Transport in letzter Minute ins nächste Krankenhaus überlebensnotwendig.

Wie jung Josef Aicher trotz seiner 80 Jahre ist, zeigt, was er noch alles vorhat. Er hat ein Missereorprojekt initiiert, das den Aufbau der Landwirtschaft unterstützt, damit die Menschen mit dem Wald leben können. Der Aufbau des Gesundheitswesens mit einheimischen Schwestern ist geplant. Josef Aicher hat erreicht, dass die Regierung wieder die Lehrer bezahlt, daher baut er in Zusammenarbeit mit den Sternsingern das Schulwesen wieder auf.

Die Verkehrswege müssen ständig verbessert werden. Daher plant er zusammen mit Mitgliedern der Ingenieure ohne Grenzen, Brücken zu sanieren sowie eine 30 Meter lange Brücke neu zu bauen. Zudem soll die Vermarktung des Naturkautschuks angeleiert werden. So sollen Fahrradreifen für Fair-Trade-Handel produziert werden. Dies sind nur einige der Dinge, die der 80 Jährige noch erreichen will.


Josef Aicher hat immer betont: "Meine Heimat ist der Waginger See, dort wo ich geboren bin, meine Pfarrei Yaloya im Kongo und Olching, wo mich viele Freunde unterstützen." Die Olchinger wünschen ihm noch ein langes Leben und dass er noch viele seiner Pläne verwirklichen kann.


Wer Josef Aichers Arbeit aktiv unterstützen will, kann dies tun. Es wird garantiert, dass 100% der Spenden auch wirklich ankommen. Wer ihm etwas zukommen lassen möchte, hat dazu über folgendes Spendenkonto Gelegenheit.

Förderkreis Josef Aicher der Kolpingsfamilie Olching
Konto Nummer: 1941970
Sparkasse Olching
Bankleitzahl: 70053070

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