Bekämpfung des Riesen-Bärenklaus in Olching

Bärenklau

[24.06.2017] - Der Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum) – auch unter dem Namen Herkulesstaude bekannt -, breitet sich zunehmend auch in Olching aus. Die ursprünglich aus dem Kaukasus stammende zwei- bis mehrjährige krautige Pflanze aus der Familie der Doldenblütler, ist in Europa ein etablierter Neophyt. Die Herkulesstaude wurde 2008 zur Giftpflanze des Jahres gewählt, daraus ist zu ersehen, dass von ihr eine nicht zu unterschätzende Gefahr ausgeht. Das bedeutet, dass beim Umgang mit der Pflanze die größte Vorsicht geboten ist.

Der Riesen-Bärenklau bildet photosensibilisierende Substanzen, die in Kombination mit Sonnenlicht phototoxisch wirken. Bloße Berührungen und Tageslicht können bei Menschen zu schmerzhaften Quaddeln oder sogar schwer heilenden Verbrennungserscheinungen führen.

Die Herkulesstaude ist eine oft bis zu 4 m hohe krautige Staude mit sehr großen, dekorativen Doldenblüten. Die mäßig dicht behaarten Stängel der Pflanze besitzen oft zahlreiche große dunkle oder weinrote Flecken.

Die Pflanze ist in Gärten, Parks, an Straßenrändern, in Bach- und Flusstälern sowie auf Brachen anzutreffen und kann dort die heimische Vegetation verdrängen. Problematisch ist beim Riesen-Bärenklau insbesondere, dass Kinder versucht sind, mit diesen auffälligen und attraktiven Pflanzen zu spielen. Stauden, die an Standorten wachsen, an denen sich Kinder aufhalten, sollten daher in jedem Fall entfernt werden. Die Stadt Olching ist hier bemüht, kleinste Vorkommen dieser Pflanzenarten im öffentlichen Raum auf stadteigenen Grundstücken, insbesondere auf Spielplätzen, umgehend zu beseitigen.

Bei der Entnahme von Riesen-Bärenklau-Beständen ist unbedingt Schutzkleidung zu tragen, zu der Handschuhe, Schutzbrille, Gesichtsschutz, langärmelige Kleidung und Gummistiefel gehören. Die Arbeiten sollten nur an nicht-sonnigen Tagen durchgeführt werden.

Die Schutzkleidung sollte direkt nach der Pflanzenentfernung umstülpend ausgezogen und an der Außenseite nicht berührt werden. Duschen nach der Arbeit ist empfehlenswert, die Inhaltsstoffe des Pflanzensaftes können durch Textilien wandern. Dies ist auch bei gummibeschichteten Handschuhen möglich. Es wird außerdem empfohlen, die Gummistiefel nach der Arbeit von oben her mit Brennspiritus abzubürsten.

Grundsätzlich sollten die Beseitigungsarbeiten vor der Samenbildung erfolgen. Es wird empfohlen, die Pflanze noch im Rosettenstadium am Wurzelansatz mit einem Spaten auszustechen.

Geköpfte unreife Fruchtstände können eine Notreife durchmachen, daher sollten die Fruchtstände verbrannt werden oder in den Hausmüll gegeben werden, keinesfalls sollten sie auf den Kompost gelangen. Kann eine Bekämpfung vor dem Aussamen nicht durchgeführt werden, so sind jedenfalls alle Samenstände sehr frühzeitig mit einer Kunststofftüte dicht einzuschlagen. Die später zu rodenden Pflanzenreste sind dann zusammen mit den nicht wieder geöffneten Tüten zu verbrennen.

Die Stadt Olching bittet alle Grundstückseigentümer, auf deren Flächen sich der Riesen-Bärenklau ausbreitet, um Mithilfe bei dessen Bekämpfung. Nur so kann ein flächendeckendes Ausbreiten dieser invasiven Pflanzenart verhindert werden.

Weitere Informationen darüber können beispielsweise über die jeweiligen Merkblätter der Landkreise München und Starnberg bezogen werden.

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