Mobilität ortsverträglich gestalten

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Die Struktur- und Potenzialanalyse für den Landkreis
zur Siedlungs-, Freiraum- und Verkehrsentwicklung bestätigt den Vorschlag der Agenda 21 zur Hauptstraße als richtigen Ansatz. Der Schlussbericht, die „Räumliche Entwicklungsstrategie Landkreis Fürstenfeldbruck (RES)“, vorgestellt am 14. März 2017, soll eine wertvolle Grundlage für die weiteren kommunalen Planungen bilden.

 

Ein Schwerpunkt im Konzept widmete sich dem Thema „Mobilität ortsverträglich gestalten“. Die mit unverträglichem Verkehr belasteten Ortsdurchfahrten in mehreren Gemeinden sollen aufgewertet werden. Vorgeschlagen wird die Aufwertung des Straßenraums auch für Olching. Mit der Aufwertung soll die Realisierung von teuren Umgehungsstraßen, welche ihrerseits zusätzlichen Verkehr erzeugen und anziehen, vermieden werden.

 

Aufwertung des Straßenraums ist auch Kernforderung im Vorschlag des Arbeitskreises Verkehr der Agenda 21 Olching, der seit der Zukunftskonferenz 2010/11 stetig weiterentwickelt wurde und der Stadt vorliegt. Mit unserem Plan erobern wir die Straße als Lebensraum für Menschen Stück für Stück zurück. Unser Konzept einer „Gemeinschaftsstraße“ greift viele „alte“ Ideen auf und gibt Spielraum für neue, zeitgemäße Lösungen: große Parkplätze außen, verbunden mit einem E-Shuttle-Bus (s. Bild von „Olli“), barrierefreie, ebene Gesamtfläche mit abgesenkten Bordsteinen, ruhiger von gegenseitiger Rücksichtnahme geprägter Verkehr, besserer Zugang zu den Geschäften, mehr Grün, weniger Luftbelastung und Lärm und Vieles mehr. Der Umbau ist in Schritten machbar, der Plan geeignet für Fördermittel-gestützte Finanzierung.

 

Zur Entlastung der Zentren fordert die RES die Reduktion des „Motorisierten Individualverkehrs (MIV)“. Dadurch entsteht mehr Spielraum, um diese aufzuwerten und somit den anderen Verkehrsmitteln mehr Raum zuzuweisen. Ausführlich werden Maßnahmen vorgestellt, die in Zukunft dazu beitragen, den MIV zu reduzieren. Beispielsweise wird vorgeschlagen: horizontale Verschwenkungen zur Temporeduzierung, Straßenquerschnitt verschmälern, dem Fuß- und Radverkehr mehr Platz einräumen, Parkplätze umverteilen, den Umstieg vom MIV auf den ÖPNV fördern, die Zunahme der kombinierten Mobilität und mehr praktische Maßnahmen schnell realisieren. Alle Maßnahmen führen nicht nur zur Optimierung des Verkehrs zusätzlich auch zur Reduktion der negativen Auswirkungen wie Lärm- und Luftbelastung in den Zentren.

 

Unterstützen Sie unser Projekt Hauptstraße wo und wie immer möglich. Unsere Vorschläge entsprechen voll und ganz der RES. Wir bleiben ständig in Kontakt mit der Stadt und Bürgerschaft und nehmen Anregungen zu weiteren Verbesserungen gerne auf.

 

Peter Wehrle

Agenda 21- Arbeitskreis Verkehr

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